V-Weinlexikon

Hier finden Sie folgende Begriffe: VDP

VDP - Verband deutscher Prädikatsweingüter
"Hocks" und "Moselles" wurden im 18. Jahrhundert in einem Namenszug mit den Cru classé-Weinen genannt, sie gehörten zu den besten und bekanntesten Weinen der Welt.
Ein "Hock" war seit dem 17. Jh. ein Riesling aus dem Gebiet Hochheim am Rhein, bezeichnet heute Weißweine aus Deutschland, aber auch red hock und sparkling hock haben sich im englischsprachigen Raum eingebürgert. Selbst Queen Victoria ( geb. 1819 - 1901 ) zählte den Hochheimer Riesling zu ihren Lieblingsweinen und ihr zu Ehren wurde nach einem Besuch im Jahre 1845 gar eine Weinlage nach ihr benannt, der "Hochheimer Königin Viktoriaberg".
Schon 1898 schließen sich die ersten Naturweinproduzenten als Reaktion auf Weinfälschungen in diversen Regionen zusammen, um Weine aus Lagen mit Weltruf als Originalabfüllung deklarieren zu können. Am 27. November 1910 wird der Vorläufer des VDP - der VDNV - aus vier Gründerparteien ( Rheingau, Rheinhessen,Pfalz und von Mosel-Saar-Ruwer ) ins Leben berufen.
Der Trierer Graphikers Fritz Quandt entwarf 1925 zur Reichsausstellung Deutscher Wein das Markenzeichen des VDNV, ein stilisierter Reichsadler mit Trauben als Brustschild, das 1999 sein heutiges Outfit als Logo des VDP erhielt.
Ein neues Weingesetz von 1969 / 1971 verbietet die Bezeichnung Naturwein, es werden die Weine nach ihrem Mostgewicht klassifiziert ( Kabinett, Spätlese, Auslese,...), dabei aber u.a. die Lagenherkunft nicht berücksichtigt. 10 Jahre später beschließt der VDP verbandsintern seinen Qualitätsanspruch zu erhöhen u.a. die Mostgewichte der Prädikatsweine anzuheben und den VDP-Adler für alle Mitglieder als Verbandslogo verpflichtend einzuführen. Eine neue Marke war geboren! Weinkeller Hohenbrunn - VDP-Logo auf Weinflasche_Halsetikett
Ab 1994 unterwarfen sich die VDP-Mitglieder noch strengeren Qualitätsstandarts: Verzicht auf Großlagennamen, Hervorhebung der selektiven Handlese als Antwort auf die vermehrte Lese durch Vollernter und der Einführung einer verbansinteren Klassifizierung der Weinlagen, um die Vorteile der romanischen und deutschen Weinbautradition zu vereinen.

Eingeteilt werden die Weine nach der VDP-Klassifikation in:
VDP.Gutswein - VDP.Ortswein - VDP.Erste Lage® - VDP.Grosse Lage®
Weinkeller Hohenbrunn - VDP-Qualitätspyramide
Wie wird man Mitglied im VDP?
Es ist gar nicht so einfach in den Kreis dieses Verbandes aufgenommen zu werden. Über mehrere Jahre national und international muss man als Weingut einen überdurchschnittlich hohen Qualitätsstandart erarbeitet haben, um die Aufmerksamkeit des VDP zu erregen. Dieser prüft die dann den Betrieb, ob die verbandsinternen Bedingungen erfüllt werden und lädt den Anwärter zur Mitgliedschaft ein.
Die Weingüter müssen in einer im Abstand von 5 Jahren durchgeführten Betriebsprüfung die Erfüllung der Qualitätsanforderungen des VDP nachweisen, um ihre Mitgliedschaft zu erhalten.
Mittlerweile dürfen sich knapp 200 Weingütern zu den Mitgliedern des VDP zählen. Zuletzt haben die Weingüter Jülg in Schweigen-Rechtenbach und Odinstal in Wachenheim aus der Pfalz den Zutritt zum VDP geschafft.

Wir führen Weine von folgenden VDP-Mitgliedern:
J.J. Adeneuer / Ahr
Privatweingut Schlumberger-Bernhart / Baden 
Weingut Heitlinger / Baden
Weingut Burg Ravensburg / Baden
Weingut Bürgerspital z. Hl. Geist / Franken
Weingut Wirsching / Franken
Weingut Rainer Sauer / Franken
Weingut Kranz / Pfalz
Weingut Bernhart / Pfalz
Weingut Georg Mosbacher / Pfalz
Weingut Dautel / Württemberg
Weingut Wachtstetter / Württemberg